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Bäume für mehr Kinder

Für jedes Kind einen Obstbaum…

…pflanzten kürzlich der Gemeinderat von Antweiler und die Eltern längs des Ahrtal-Fahrradweges von Antweiler in Richtung Müsch. Die Aktion bezog sich auf Kinder aus Antweiler, die seit dem 1. Jan. 2000 geboren sind, dies sind immerhin 38.

Mit der Aktion möchte die Ortsgemeinde symbolisch darstellen, dass die Kinder eine Zukunft im Ort haben sollen. Die Bäume sind jeweils mit einem witterungsbeständigen Namensschild des Kindes und dem Geburtsdatum versehen. Die Pflanzung erstreckt sich von der Einbiegung ab der Straße nach Rodder bis zur Ortsgrenze nach Müsch. So ist der Radweg bereits vor seiner offiziellen Einweihung um eine Attraktion reicher geworden.

Auf Ratsmitglied Hermann-Josef Kaiser geht die Initiative zurück, sie wurde spontan vom Gemeinderat aufgegriffen. Die Beigeordneten Richard Schäfer und Wilfried Lamberts sowie Gemeindearbeiter Thomas Müller bereiteten die Pflanzlöcher für die Aktion vor, harte Arbeit, der Boden längs des Radweges ist teilweise recht steinig, für Bewässerung in den ersten Wochen ist gesorgt.

Die Baumpflanzung soll die kinderfreundliche Atmosphäre in Antweiler widerspiegeln. Wie allerorts ist auch Antweiler von den Folgen des demografischen Wandels betroffen. So wie die Bäume sich entwickeln, soll sich auch der Ort durch und mit den Kindern entwickeln.  Antweiler bietet gute Voraussetzungen fĂĽr Familien mit Kindern, im Ort gibt es die „Margaretha von Arenberg-Grundschule“, existiert der Kindergarten „Regenbogen“, sind Ă„rzte, Geschäfte, Geldinstitute, Kinderspielplätze vorhanden. GĂĽnstige Baulandpreise laden zum Grunderwerb und Hausbau ein. Man möchte ein Abwandern der jungen Bevölkerung in die größeren Städte vermeiden, insoweit sind alle MaĂźnahmen gefragt, die den Dörfern in der Region eine Zukunftsperspektive erlauben.

Ortsbürgermeister Egon Honerbach freute sich über die positive Resonanz aus der Ortsbevölkerung, viele Eltern packten gerne bei der Pflanzaktion selbst mit an, rückten am Morgen in einer kleinen „Prozession“ mit Spaten, Hacken oder Schaufeln zum Radweg aus. Die Kinder finden auch schon Gefallen an dem Gedanken, in einigen Jahren Obst von „ihren“ Bäumen (oder den Nachbarbäumen?) naschen zu dürfen. Angepflanzt wurden Apfel- und Birnensorten, Kirschbäume und Reneklauden und weitere. Eine prima Idee, die auch andernorts als Anregung aufgegriffen werden kann.

Text und Photos: Dreschers

Bildunterschriften:

Die Kinder hatten viel SpaĂź an der Baumpflanzaktion

Gerne halfen die Eltern beim Baumpflanzen für ihre Sprösslinge mit

Rhein-Zeitung vom 6.6.06

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