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Bergwiese

Bergwiese in Antweiler ein neues Projekt des NABU-AW

                                Naturschützer mit Begeisterung bei der Sache

Antweiler. Seit Februar 2004 ist der NABU Kreisverband Ahrweiler durch Schenkung einer Münchnerin Eigentümer eines oberhalb der Bergstraße gelegenen etwa 1600 Quadratmeter umfassenden Grundstückes geworden. Bei diesem seit Jahren brachliegenden Grundstück handelt es sich um einen leicht abfallenden Hang mit Quellen, auf dem als Hauptbewuchs Mädesüß, Brombeeren und Himbeeren dominieren. Einige Eichen stehen hier vereinzelt und in Gruppen.

„Wir sind von dem Grundstück begeistert und machen was daraus, und zwar eine Bergwiese, deren Blütenreichtum und Standortvielfalt Lebensraum für Insekten, Insektenfressende Vogelarten und Amphibien sein wird“, erklärte vor Ort der Vorsitzende des NABU-Kreisverbandes Ahrweiler, Alfred Pohl (Grafschaft-Ringen), im Beisein der Vorstandsmitglieder Dietmar Glitz (Kalenborn) und Marianne Theis-Prodöhl (Grafschaft-Nierendorf).

Um das Projekt „Bergwiese“ zu verwirklichen, sei zunächst die Erfassung der Flora und Fauna, eine Reduzierung des Baum- und Strauchbewuchses, sowie das Anlegen von Tümpeln zwecks Ansiedlung und Vermehrung von Amphibien notwendig. Die Bergwiese müsste dann zwei Mal im Jahr gemäht werden.

Die Nachbarschaft reagierte auf das Vorhaben der Naturschützer in Antweiler positiv. Der Besitzer eines 2000 Quadratmeter angrenzenden Grundstückes bot dem NABU an, diese Fläche in das Projekt „Bergwiese“ mit einzubeziehen, also entsprechend zu gestalten und zu pflegen, was man gerne annahm, so Alfred Pohl, der es gerne sehen würde, wenn sich an der Pflege der Bergwiese durch NABU-Mitglieder zukünftig auch örtliche Naturfreunde beteiligen würden.

Das NABU-Trio startete nunmehr das Projekt „Bergwiese“ mit dem Freischneiden des brachliegenden Hanges mittels Einsatz einer speziellen Mähmaschine und Astscheren.

Nebenbei griff Dietmar Glitz beim Anflug von Schmetterlingen zu seinem Schmetterlingskescher, um die Diamanten der Lüfte zwecks Artenbestimmung vorübergehend einzufangen. Marianne Theis-Prodöhl dagegen fotografierte die anfliegenden Schmetterlinge mit ihrer Digitalkamera. Die Erfolge der beiden Naturschützer waren beeindruckend, weil sie auf Anhieb einige seltene Schmetterlinge, wie zum Beispiel Schillerfalter, Kaisermantel, Schwalbenschwanz, Feuerfalter, Baumweißling, Senfweißling, Distelfalter, Landkärtchen, Waldbrettspiel und Schachbrett, registrieren konnten.

Bild 1 zeigt: von links Dietmar Glitz, Alfred Pohl und Marianne Theis-Prodöhl, beim Beobachten seltener Schmetterlinge

Bild 2 zeigt: von links Marianne Theis-Prodöhl, Alfred Pohl und Dietmar Glitz                    beim Freischneiden des Berghanges

Text und Fotos: Heinz Stetzuhn für Blick aktuell – Adenau 20/2006

Weitere Informationen zu diesem und weiteren Projekten des NABU unter nabu-aw.de

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