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Hegering Antweiler tagte in Eichenbach
DR. Nach Jagdsignalen des Jagdhornbläsercorps Hocheifel unter Leitung von Peter Nettersheim begrüßte der 1. Vorsitzende Ulf Arenz am 8. April die Mitglieder und Gäste im
Versammlungssaal des Hotels zum Wiesengrund in Eichenbach. Er begrüßte den Kreisjagdmeister Dieter Stich und Forstdirektor Martin Kaiser sowie die Hegeringleiter der benachbarten Hegeringe, die
Ortsbürgermeister der umliegenden Gemeinden, den Vorsitzenden der Rotwildhegeringgemeinschaft Aremberg, Rudi Wisskirchen, sowie Herrn Dr. Hehlein als Vertreter der Kreisveterinärbehörde des
Landkreises Ahrweiler.
Ein besonderer Gruß galt den neuen Jungjägern Christoph Wirz, Harald Kettel und Marco Gemein. Vorab sagte Ulf Arenz Dank für die reichhaltige Trophäenschau, Dank auch an die Familien Meurer und
Neubusch. Der Verstorbenen Franz Bröhler und Alfred Valentin aus Blankenheim wurde ehrend gedacht.
Ulf Arenz blickte auf das vergangene Jahr zurück, im Hegering wurden in Dorsel und Gierscheid zwei Fälle von Schweinepest festgestellt, beide mit dem Virus „Typ Rosstock“. Er bat die Nutzer der
Wildsammelstelle in Müsch, in der Wildkammer Leif, um Beachtung der strengen Hygienevorschriften.
Am 29. Juli soll nach dem Ausfall in 2005 wieder ein Hegeringschießen auf der „Bengener Heide“ stattfinden. Großen Anklang hatte die Hubertusmesse in der Pfarrkirche St. Nikolaus in Aremberg
gefunden.
Anschließend berichtete der Hegeringleiter über die Rotwildversammlung in Kempenich, berichtete über das Thema Kirr- und Fütterungsverordnung, gab 44 Stück verhungertes Rotwild bekannt. Die Tatsache,
dass „in einer Kulturnation eine so große Anzahl von Wildtieren infolge einer Verordnung durch witterungsbedingten Futtermangel verhungern müsse“, nannten nachfolgende Redner „unwürdig, das
Fütterungsverbot entbehre jeder jagdlichen wie menschlichen Ethik!“
Die geplante Mountainbikestrecke, die den Hegering durchschneidet, wurde mit Skepsis betrachtet, es gebe bereits jetzt zu vieleStörungen durch freizeitbedingte Aktivitäten. Hier wurde entgegnet, dass
man dem neuzeitlichen Freizeitverhalten Rechnung tragen müsse, eine kontrollierte Mountainbikestrecke verursache weniger Schäden als ungeregeltes Freizeitverhalten der Mountainbiker.
Ulf Arenz ging auf Wildschäden durch Schwarzwild ein, die Umbrüche in den Wiesen seien erheblich. Hier stünden teilweise hohe Regulierungsforderungen an. Im vergangenen Jagdjahr wurden drei
Doppelimmunisierungen gegen die Schweinepest durchgeführt.
Die Population des Fuchses müsse weiter kontrolliert werden, zum Schutz des Rehwildes. Auch seien weiterhin leider hohe Stückzahlen an mähtoten Kitzen zu beklagen.
Forstdirektor Martin Kaiser, Rotwildhegeringleiter (Aremberg) Rudi Wiskirchen und Dr. Hehlein berichteten über ihre Sachanliegen.
Ulf Arenz wurde einstimmig als Hegeringleiter wieder gewählt, zum neuen Stellvertreter wurde, ebenfalls einstimmig, Rainer Bernshausen, Laufenbacher Hof, gewählt. Paul Justen hatte aus gesundheitlichen
Gründen um Ablösung gebeten, ihm wurde herzlich für seine erfolgreiche Tätigkeit gedankt. Die Waldschule wird weiter betrieben, Reinhold Stumpf wird mit Hilfe jeweils örtlicher Hegeringmitglieder
die bewährte Informationsstelle für Schulen, Kindergärten und Erwachsenenbildung aufrechterhalten.
Abschließend fand ein Filmvortrag von Tierfilmer Andreas Kieling aus Hümmel statt, bekannt durch seine Filmbeiträge „Expeditionen ins Tierreich“ der ARD. Sehr eindrucksvoll wurde filmisch über
Elche, Bären, Lachse und Moschusochsen berichtet, die Naturschönheiten des äußersten Nordens dargestellt, der ewige Kampf um die Erhaltung der Art.
Photos: Dreschers
9132 Ulf Arenz begrüßt Gäste und Teilnehmer des Hegerings
9154 Paul Justen, Ulf Arenz, Rainer Bernshausen
9136 Ehrungen mit der Hegeringmedaille für die besten Trophäen
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