Antweiler Künstlerin stellt in Hellenthal aus
Im Rahmen der 5. Jubiläumsausstellung des Fördervereins „Maler der Eifel e.V.“ stellt die in Antweiler lebende Künstlerin Uta Nicolaus zusammen mit anderen Künstlern der Eifel eine Auswahl ihrer
Arbeiten in Hellenthal vor. Die Ausstellung in der Grenzlandhalle ist vom 06. bis 15. Oktober 2006 von 13 bis 18 Uhr (Mo-Fr) und 10 bis 18 Uhr (Sa-So) bei freiem Eintritt geöffnet.
Neben ihren „Magischen Bildern“ – Collagen mit spirituellen Texten aus den Religionen der Welt, die zuletzt in Adenau zu sehen waren – zeigt die Künstlerin auch drei große Seidenbilder ihrer in
den Jahren 1998 bis 2006 entstandenen „Tempelbilder“.
Die Bilder der Künstlerin erinnern daran, dass Kunst einen spirituellen Ursprung hat. In ihren frühesten Anfängen treffen wir auf sakrale Baudenkmäler längst vergangener Kulturen, treffen wir auf
Pyramiden und Tempel, auf rituelle Gegenstände oder Grabbeigaben, auf mythologische Darstellungen und heilige Schriften – beredte Zeugnisse vergangener Epochen, von denen auch heute noch eine starke
Faszination ausgeht. Betrachten wir deren überlieferten Zeugnisse genauer, enthalten sie alle eigentlich nur die eine Botschaft: vom menschlichen Streben nach Vollkommenheit, nach dem Göttlichen.
Zu allen Zeiten hatte sich der Mensch um seine höchstmögliche Ausdrucksform bemüht. Und es war schon immer die eigentliche Aufgabe der ihrerseits selbst nach Vollkommenheit strebenden Künstler, die
Mitmenschen über ihre Kunst mit dem Ursprung und dem Ziel ihres Seins zu verbinden: mit Gott. Kunst war religiöse Erfahrung und religiöser Ausdruck von Welt und bezog sich immer auf das, was
unveränderlich ist, bezog sich auf die ‚letzten Dinge’.
Auch die Bilder von Uta Nicolaus bewegen sich in diesem Themenkreis; sie vermitteln Inhalte aus den Religionen der Welt und versuchen, den Betrachter an seine eigene spirituelle Quelle anzuschließen.
Die verwendeten Texte und Elemente stammen aus unterschiedlichen Zeiten und Kulturen. Es sind Sprüche oder Zitate, die sich mit dem Sinn des Daseins auseinandersetzen und den Betrachter einladen,
dasselbe zu tun. Bild und handgeschriebener Text – die Magie des Wortes und die Magie des Bildes – wirken zusammen. Die Werke erschließen sich jedoch nicht durch flüchtiges Anschauen, sondern
erfordern aufmerksame Betrachtung und Reflexion. Es sind Suchbilder, die erst durch Abtasten der einzelnen Elemente und durch genaues Lesen der bedeutungsvollen Texte in das Zentrum der Aussage führen.
Bild 1 (DieEbenen.jpg) „Die Ebenen des menschlichen Bewusstseins“
Bild 2 (Werte.jpg) „Die fünf menschlichen Werte“
Bild 3 (UtaNicolaus.jpg) Uta Nicolaus vor einem indischen Tempel
Text: Dr. Norbert Nicolaus
Fotos: privat
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