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Musikaliche Zeitreise

Musikalische Zeitreise durch 250 Jahre

DR.      Den 250. Geburtstag von Wolfgang Amadeus Mozart hatten die „Limbachtaler Musikanten“ und der gemischte Chor „CHORios“ zum Anlass für ein gemeinsames Konzert in der Mehrzweckhalle Leimbach genommen. Bis auf den letzten Platz besetzt war die Halle, als Tanja Adriany, Moderatorin des Abends, die Gäste herzlich begrüßte, unter ihnen den  Hausherrn der Halle, Leimbachs Ortsbürgermeister Hans-Peter Frings.

Mozarts Ruhm ist unvergänglich, in nur 36 Jahren hat er als einer der größten Komponisten und Musiker der Zeitgeschichte Werke für die Ewigkeit geschaffen, seine Werke, aber auch Werke der Neuzeit und Arrangements für Chor und Blasorchester standen im Mittelpunkt des Abends. Die Limbachtaler Musikanten sind eine der bekannten großen Musikvereinigungen in der Region mit überregionalen Aufführungen, Vorsitzende ist Anja Kettel, Dirigent Hans Pohl, 50 aktive Musiker folgen seinem Taktstock. Die „Limbachtaler“, benannt nach dem gleichnamigen Tal zwischen Antweiler und Reifferscheid, legen großen Wert auf die Jugendausbildung, mit weiteren Vereinen sind die Jugendlichen in der „Swinging Youth Band Eifel-Ahr“ zur musikalischen Ausbildung integriert. Der Chor „CHORios“ ist deutlich jünger, er wurde im Jahre 2002 gegründet, sein Repertoire setzt sich zum größten Teil aus Melodien von Rock und Pop, aus Musicals, Gospels und Evergreens zusammen. Auch er ist bereits zu einer stattlichen Größe von 50 Aktiven herangewachsen, Ursula Sand steht ihnen vor, Guido Nisius ist musikalischer Leiter. Das Zusammenspiel der beiden Musikgruppen war eine Premiere, um es vorwegzunehmen, eine sehr erfolgreiche.

Mit der spektakulären Eröffnungsfanfare „Also sprach Zarathustra“ nach der Tondichtung von Strauß stimmten die Blasmusiker das Publikum auf einen Abend ein, der mehrfach gewichtige Akzente setzte. Es folgten der „Carmen-Marsch“ nach George Bizet und die bekannte Titelmelodie zum Film „1492 – Die Eroberung des Paradieses“, „Conquest of Paradise“ die eingängige Weise ist hinlänglich u.a. aus den Weltmeisterschaftskämpfen des Boxers Henry Maske bekannt.

Vom Mittelalter inspiriert folgte das Stück „Tedesca“, gesungen von „CHORios“, zur klanglich-authentischen Inszenierung mit „zugehaltener Nase“ gesungen. „Amazing Grace“, das weltbekannte Gospelstück, in mehreren Interpretationen in Gebrauch, zeigte erneut die Sangesfreude des stimmkräftigen Chores, Sonja Spitzlay und Sonja Heintz oblagen die Soloparts, unterstützt von Margret Schmitz und Andrea Kuhl.

Nicht nur musikalisch, auch optisch durch die Kleidung eine Remineszens an die Zeit Mozarts waren die Sätze der „Kleinen Nachtmusik“, ein Quintett der „Limbachtaler“ interpretierte höchst stimmungsvoll in fast authentischem Outfit, stimmungsvoll erleuchteten Kandelaber die Bühne, ein dekoratives Mozart-Display wachte über die korrekte Aufführung…

Eingebettet in die vier Sätze der „Kleinen Nachtmusik“ gab „CHORios“ die Stücke „Freedom is coming“ und „Sometimes I feel like a motherless child“, stimmungsvolle Darbietungen, die sich inhaltlich mit der Abschaffung der Apartheid in Südafrika auseinandersetzen und bei letzterem traurige Sehnsüchte und den Wunsch nach Geborgenheit widerspiegeln.

Das „Ave verum“ nach Mozart und „Sia Hamba“ ein afrikanisches Wiegenlied belegten vor der Pause wiederum eindrucksvoll die Stimmenkunst von „CHORios“.

In der zweiten Halbzeit „Something Stupid“, sowohl Frank Sinatra und Tochter Nancy als auch Robbie Williams und Nicole Kidman haben hier Maßstäbe gesetzt, dann „Nobody knows the trouble I see“, nicht das Lieblingslied von Ehemännern angesichts der Schwiegermutter, sondern ein 1878 von farbigen Studenten nach Deutschland gebrachtes Werk.

Eine Vielzahl weiterer Chorgesänge und konzertanter Blasmusik-Darbietungen erfreute die Besucher, beide Gruppen belegten eindrucksvoll ihre jeweilige Könnerschaft. So nahm es kein Wunder, dass zum Schluss mehrfach Zugabewünsche des Publikums entstanden.

Eine höchst unterhaltsame Veranstaltung, das Konzept der Veranstalter war aufgegangen, Wiederholungen in dieser oder ähnlicher Konstellation werden sicher gerne folgen, dem Publikum wäre es sicher sehr recht!

Text und Photos:  Dreschers

Bildunterschriften:

Hans Pohl und die Limbachtaler Musikanten, im Hintergrund der Chor „CHORios“

Stimmungsvolle Akzente beim Konzert in Leimbach

Bühnendekoration mit Kandelabern

„What shall we do with the drunken sailor?“

Begeisterter Applaus und mehrere Zugabewünsche

“CHORios” mit Dirigent Guido Nisius, im Vordergrund Mitglieder der “Limbachtaler Musikanten”

Konzert im Zeichen Mozarts

„Music“ nach John Miles, Peter Gillig ersetzt die E-Gitarre durch die Trompete

Stimmungsvolles Ambiente

Hans Pohl und das Quintett zur „Kleinen Nachtmusik“

Im alten Stil

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