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Sternsinger unterwegs für Kinder in Not
Am 6. Januar, dem Dreikönigstag (Epiphanias), waren wieder überall die Sternsinger unterwegs. In festlichen und bunten Gewändern, so wie man sich der Überlieferung nach die drei Könige (teilweise
wird überliefert, dass es drei Magier waren) vorstellt, waren sie unterwegs, mit einem goldenen Stern vorneweg. In den Pfarreien wurden anlässlich des kirchlichen Hochfestes Aussendungsgottesdienste
gehalten, die Kinder für ihren Auftrag gesegnet. „Ihr seid kleine Apostel, die eine wichtige Aufgabe für die Kirche und den Glauben erfüllen“, motivierte Pfarrer Heinrich Ant beispielsweise die
mehr als 70 Sternsinger aus der Pfarreiengemeinschaft Barweiler, Antweiler, Kirmutscheid, Dorsel und Aremberg. In Adenau, Dümpelfeld und Kaltenborn waren mehr als 100 Sternsinger im Einsatz Kaplan Peter
Maus segnete sie in der Messe für ihren Auftrag. „Grüß Gott, Ihr Leut’ von fern und nah, die Sternsinger sind wieder da“, begrüßten die Kinder später die Bewohner.
Die Sternsinger begaben sich gleich nach dem Gottesdienst auf ihre Route, brachten den Segen „Christus segne dieses Haus“ (Christus mansionem benedicat“, volkstümlich auch gerne „Caspar,
Melchior, Balthasar“ gedeutet) zu den Menschen. Mit gesegneter Kreide malten sie den Spruch auf die Hauswände oder Türen. Sie baten um Spenden zugunsten Not leidender Kinder. Der Stern, den die
Kinder mit sich tragen, steht für Jesus Christus und seine Geburt. Der Stern soll auch darauf hinweisen, dass alle Menschen, und besonders die Kinder, ein Recht auf ein menschenwürdiges Leben haben.
In diesem Jahr lautet der Leitspruch „Kinder sagen ja zur Schöpfung! – Tianay ny Haritanan’ Atra!“. Der Leitspruch bezieht sich auf Madagaskar und eine seiner Landssprachen. Mit dem Motto soll
deutlich gemacht werden, dass Kinder überall auf der Welt den Schutz von Natur und Umwelt wichtig nehmen wollen.
Die Sternsingeraktion gilt als die weltweit größte Solidaritätsaktion, bei der sich Kinder für Kinder in Not engagieren. Träger der Aktion sind das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und der
„Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ)“. Mit den Erlösen aus der Aktion werden jährlich tausende Projekte für Not leidende Kinder in Afrika, Asien, Ozeanien, in Lateinamerika und Osteuropa
unterstützt. Mit den Erlösen sollen beispielsweise in Madagaskar Schulprojekte gefördert werden, der Schulbesuch ist dort keineswegs für alle Kinder selbstverständlich, ebenso wird den Kindern ein
sorgsamer Umgang mit der Natur vermittelt.
Bundesweit eröffnet wurde die Aktion, die 49. ihrer Art, bereits am 29. Dezember, diesmal in Bamberg, im Hohen Dom. Bundesweit wurden in allen Pfarreien um die 500.000 Sternsinger zu den Menschen
gesandt. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte eine Abordnung der Sternsinger am 4. Januar empfangen, auch Bundespräsident Horst Köhler empfing in Berlin eine Abordnung der Sternsinger. Er lobte das
Leitwort der diesjährigen Aktion und sagte, dass wir alle uns darum kümmern müssen, dass Menschen, Tiere und Pflanzen eine Zukunft in der Welt haben. Das Kümmern gehe gerade die Kinder an, denn diese
seien die Zukunft!
Allen Sternsinger-Kindern und den vielen Ehrenamtlichen, die sich um die Aktion kümmern, gilt ein herzliches Dankeschön!
Text und Photos: Dreschers
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