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Uta Nicolaus
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Bahnhofstraße 12
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53533 Antweiler/Ahr NorbertNicolaus@aol.com
Datum: 04. Januar 2006
Pressetext zur Ausstellung in Adenau:
„Magische Bilder“
„Magische Bilder“ – so lautet der Titel einer Ausstellung, die vom 1.Januar bis zum 31. März 2006 im St. Josef Krankenhaus in Adenau zu sehen ist. Es sind Arbeiten der in Antweiler lebenden Künstlerin Uta
Nicolaus, die mit ihren auf Seide gemalten „Tempelbildern“ an gleicher Stelle vor drei Jahren schon einmal vertreten war. In dieser 2005 entstandenen Bilderserie bedient sie sich allerdings einer völlig
anderen Technik; der Collage.
Uta Nicolaus verbindet Bildelemente mit handgeschriebenen Texten und lässt so beide – die Magie des Wortes und die Magie des Bildes – zusammen wirken. Das geschieht zwar auf ganz unterschiedlichen Ebenen,
denn Worte und Bilder haben je ihre eigene „Sprache“, doch sie ergänzen und verstärken sich gegenseitig und lassen die künstlerische Aussage klarer hervortreten. Auf einem der Bilder heißt es
beispielsweise: „Vergiss Gott niemals, glaube niemals an die Welt und fürchte dich niemals vor dem Tod!“ – und auf einem Steg, der in einen ruhigen See führt, sitzt zur Zeit des Sonnenuntergangs
rückblickend auf ihr Leben eine alte Frau, völlig eins mit sich und der Welt. Das Bild macht fühlbar, was der Text nur mit Worten beschreiben kann. Wie schon in ihren „Tempelbildern“ geht es der
Künstlerin darum, den Betrachter an die tieferen Schichten des Lebens, an seine spirituelle Quelle anzuschließen.
Die verwendeten Texte stammen aus unterschiedlichen Zeiten und Kulturen. Es sind Sprüche oder Zitate, die sich mit dem Sinn des Daseins auseinandersetzen und den Betrachter einladen, dasselbe zu tun. Die
oft ungewöhnliche Zusammenstellung der einzelnen Bildelemente – teils gemalt, teils vorhandenem Photomaterial entnommen – drängen zu einer vertieften Betrachtungsweise. Naturlandschaften, Menschen,
kulturelle Elemente oder auch nur Ornamente werden als zusammengehörende Bestandteile der einen göttlichen Schöpfung verstanden, deren Schönheit in jedem Detail zum Ausdruck kommt. Die verwendeten Texte
leisten dabei gewissermaßen Hilfestellung zu einer neuen, eigentlich aber alten Betrachtungsweise des Lebens.
Die in den Collagen auftretenden Menschen entstammen ganz unterschiedlichen Lebensumständen und Kulturen. Unwillkürlich fragen wir uns, wie wir unter diesen anderen Lebensumständen empfinden würden, und
erleben beim Betrachten der Bilder, dass wir uns nur über das Mitgefühl mit ihnen verbinden können. Es geht also um das Verstehen uns fremder Lebensumstände und am Ende um das Wissen der Verbundenheit
allen Lebens.
Die Bilder der Künstlern erschließen sich nicht durch flüchtiges Anschauen, sondern erfordern aufmerksame Betrachtung und Reflexion. Es sind gewissermaßen auch Suchbilder, die erst durch Abtasten der
einzelnen Bildelemente und durch genaues Lesen der bedeutungsvollen Texte in das Zentrum der Aussage führen.
Text: Dr. Norbert Nicolaus
Fotos: W. Dreschers
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