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Wandernde Landfrauen

Wandererlebnistag der Landfrauen von Antweiler nach Hoffeld

Eine nicht alltägliche Veranstaltung war der Wandererlebnistag der Landfrauen am vergangenen Wochenende. Die von langer Hand geplante Veranstaltung war in Zusammenarbeit der Landfrauen mit dem Arbeitskreis II des Standortmarketings der Verbandsgemeinde Adenau zustande gekommen. Der Arbeitskreis befasst sich mit Fragen der Landwirtschaft und Forsten, der Landschaft und der Natur, er wird von Herbert Kommer als 1. Vorsitzender und Pia Streicher als 2. Vorsitzende geleitet. Pia Streicher, Anita Hoffmann, Inge Kettel und Familie Gillig waren sehr engagiert mit der Organisation des Erlebniswandertages befasst. Die Landfrauenvereinigung beschäftigt sich mit gesellschaftspolitischen Fragen bis hin zu frauenspezifischen Verbraucher- und Umweltfragen. Der Verband versteht sich als Interessenvereinigung der Frauen auf dem Lande, ist überkonfessionell und parteilich nicht gebunden. Auf hiesiger Kreisebene ist Ingrid Strohe die Vorsitzende.

Man startete morgens in Antweiler, im Garten der Alten Mühle des Müllermeisters Ewald Gillig mit einem zünftigen Frühstück aus heimischen Produkten, unter Beratung von Fachkräften waren gesunde Produkte aus der Region ausgesucht worden. Familie Gillig und ein fleißiges Helferteam hatten ein appetitliches Buffet aufgetischt, Ernährungsberatung zum „Brunch vom Land“ gab es von Ernährungsberaterinnen des DLR Osteifel-Westerwald. Eine Mühlenbesichtigung verschaffte Einblicke in das Innenleben der sehr gut erhaltenen Mühle, der erst vor etwa einem Jahr ein neues Mühlrad nach historischem Vorbild eine besondere Note verliehen hat. Im alten Kornspeicher der Mühle fanden und finden Ausstellungen und Konzerte statt, der Saal ist vorzüglich für derartige Veranstaltungen geeignet, bietet eine angenehme Atmosphäre in nicht alltäglichem Ambiente. Für die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr ist nach dem großen Erfolg des Vorjahres erneut eine Konzertreihe mit namhaften Schaffenden der Musikszene vorgesehen.

Gut gestärkt wanderte man in Gruppen, auch eine ganze Reihe Kinder machte begeistert mit, über das malerische Müsch ging die Route über den Trierbach nach Hoffeld zum dortigen Basaltsee. Strahlende Sonne begleitete die munteren Wanderer auf ihrem Weg. Am Basaltsee war nicht nur für Kinder die „Waldschule“ der Kreisjägerschaft des Kreises Ahrweiler aufgebaut, der langjährige Betreuer Paul Justen freute sich über das rege Interesse an den ausgestopften Exponaten, beantwortete gerne die wissbegierigen Fragen der Besucher. Manches Kind wollte gerne ein Rehkitz oder einen Greifvogel in der Hand halten, Fell oder Gefieder streicheln. Auf reges Interesse stieß auch die von Marlene Birk-Schmitz organisierte Rallye für die Kleinen.

Am Basaltsee gab es dann erneut eine wohl verdiente Stärkung, leckere Erbsensuppe und köstliche Forellen luden zum kulinarischen Genuss mit Blick über den malerisch gelegenen Basaltsee, der über einen guten Fischbesatz verfügt. Der See ist landschaftsgestaltendes  Produkt des Basaltabbaus um Hoffeld und bietet heute eine malerische Kulisse für Einheimische und Wandergruppen. Der Anglerverein Hoffeld unter Leitung von Rudi Müller unterhält am See eine Hütte für die Fischereiaktivitäten seiner Mitglieder. Wer wollte, konnte Wildkräuter durch den Fachmann Rudolf Schlesinger aus Eupen/B. bestimmen lassen.

Nach einem weiteren Stück Wanderweges erreichte man den „Waldhof“ von Familie Kettel, Kaffee und leckerer Kuchen luden zum Verweilen im Hofgelände des Betriebes, der eine Eigenvermarktung unterhält, zum Plausch mit Freunden und Bekannten. Für die Kinder lagen reichhaltige Wundertüten bereit, eine nette Aufmerksamkeit der Organisatoren. Wie in der Alten Mühle waren die Tische apart mit Naturprodukten und Blumen geschmückt, ein kleiner Vorgriff auf das Erntedankfest zeichnete sich ab.

Gegen 17.30 Uhr fand der Rücktransport zu den in Antweiler abgestellten Fahrzeugen statt, mit einem schnuckeligen rot-weißen Omnibus aus dem Baujahr 1959, liebevoll restauriert und betrieben von Walter Hoffmann aus Nohn, der das 85 PS-starke Gefährt mit 22 Sitzplätzen und Panoramadach selbst steuerte, auch zum Abschluss der Veranstaltung also noch ein attraktives Erlebnis mit hohem Erinnerungswert, und zudem war man nach rechtschaffener Wanderung jetzt zu Recht dankbar für die angenehme Marscherleichterung.

Eine Veranstaltung mit attraktivem Programm, der beim nächsten Mal gerne ein paar Teilnehmer mehr zu gönnen sind. Ein herzlicher Dank ereilte alle, die zum Gelingen des Projektes beigetragen haben.

Text und Photos:   Dreschers

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