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»Tour de Ahrtal« dient als Appetithappen
Die Ortsbürgermeister erhoffen sich einen nachhaltigen Effekt
Am 1. Juni schlängelt sich wieder die »Tour de Ahrtal« von Blankenheim bis nach Altenahr. Während der Autoverkehr auf der Strecke zwischen dem Ort in NRW und Dümpelfeld ruht, können sich Radler und
Inline-Skater auf der B 258 und L 73 frei bewegen.
VG Adenau (SB). Die große Begeisterung aus der Vergangenheit zum Anlass nehmend, bittet der Kreis Ahrweiler mit den Verbandsgemeinden Adenau und Altenahr sowie die Kreise Vulkaneifel und Euskirchen am
ersten Sonntag im Juni zur mehr oder weniger gemütlichen Tour entlang der Ahr. Den Radfahreren bieten sich unterschiedliche Teilstrecken, angefangen bei 17 Kilometern. Ambitionierte Pedaleure dürften die
Gesamtstrecke von rund 80 Kilometern unter die Räder nehmen.
Während die Protagonisten das frühlingshafte Panorama genießen, präsentieren sich die an der Tour liegenden Ortsgemeinden mit originellen Programmen. Um 10 Uhr mit dem »Radlersegen« und Startschuss in
Blankenheim beginnend, überqueren die Teilnehmer schon bald die Landesgrenze. Kurz dahinter, in Dorsel, haben Kinder die Möglichkeit, den Fahrrad- gegen den Pferdesattel zu tauschen.
In Antweiler kommen kleine und große Besucher auf ihre Kosten, steigt doch zeitgleich am Dorfgemeinschaftshaus die Kirmes. Zudem können die Radfahrer ihr Tempo anhand einer Geschwindigkeitsmessung erfassen. Keine
schlechte Idee, schließlich »wollen wir die Radtouristen auf Antweiler aufmerksam machen«, erklärt Bürgermeister Egon Honerbach, dessen Ort als Knotenpunkt fungiert. »Bei uns quert der Autoverkehr unter
Aufsicht der Polizei die gesperrte Strecke«, beschreibt Honerbach die Situation an der L 73/K 15.
Schuld hat sich am 1. Juni ebenfalls herausgeputz. Ahrabwärts begeht man das Dorfgemeinschaftsfest, welches bereits am 31. Mai beginnt und abends mit den »Ahr Felsen in Flammen« aufwartet. Jürgen Hecken, der
Ortsbürgermeister von Schuld, ist bereits in Vorfreude. »Wenn das Wetter mitspielt, dürften viele, die bislang nur davon gehört haben, nun aktiv an der Tour de Ahrtal teilnehmen.«
Während sich Müsch und Dümpelfeld insbesondere auf Kinder eingestellt haben, steht in Insul ein historischer Traktor für Planwagenfahrten bereit. Fuchshofen erwartet seine Gäste mit einem
Geschicklichkeitsparcours und dem Waldmobil. »Die Tour de Ahrtal kann dazu dienen, die Ahr und den Ahrradweg bekannter zu machen und so noch mehr Touristen anzusprechen«, glaubt Fuchshofens Ortsbürgermeister
Wolfgang Heinisch. Ähnlich argumentiert sein Dümpelfelder Kollege, Udo Stratmann, der darauf setzt, dass der eine oder andere den reizvollen Landstrich in guter Erinnerung behält und das Adenauer Land bald wieder
besucht.
Text: Sascha Bach für den „Wochenspiegel“
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