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Der Mai ist gekommen…
DR. … und mit ihm auch manche alten Bräuche, die im ländlichen Raum gepflegt werden. Traditionell errichten die Junggesellen an zentralen Stellen im Ort Maibäume, das
Maibrauchtum ist in den einzelnen Orten durchaus individuell geprägt. Bedient man sich mancherorts zur Errichtung des Baumes neuzeitlicher Gerätschaften, so schwören die Traditionalisten auf die
Errichtung durch so genannte „Micken“. Bis über 30 m Höhe wird bei den Bäumen erreicht (gerne wird eine „Mehrwertsteuer“ mit einberechnet), es gilt jeweils ein Wettbewerb um den höchsten Baum
in der Region. Und Tradition ist Tradition, da muss auch, wie vielerorts in diesem Jahr, ein kräftiger Regenschauer beim Aufstellen ausgehalten werden. In einigen Orten finden zur Errichtung des
Maibaumes auch die Aufnahme und Taufe von neuen Junggesellenmitgliedern, teilweise „Frischlinge“ genannt, statt.
Der Maibaum gilt als Symbol des Frühlings und der wiedererwachenden Natur, auch der Liebe und Verehrung. So erfreut sich manches junge Mädchen einer bunt geschmückten Birke, die ein Verehrer in der
Nacht an ihrem Hause anbringt.
Text und Photo: Dreschers
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