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Dem Wunsch nach flexiblerer Betreuung entsprochen
Exakt 30 Kinder bleiben neuerdings bis 16 Uhr in der Antweiler Grundschule
Zahlreiche junge, berufstätige Eltern wünschen sich flexible Betreuungsmöglichkeiten für ihre schulpflichtigen Kinder. In Antweiler ist der Förderverein der Margaretha-von-Arenberg Grundschule jetzt
darauf eingegangen und hat mit Beginn des neuen Schuljahres die »Betreuende Grundschule« (BGS) eingerichtet.
Antweiler (SB). Erst wenige Wochen alt, ruft die Nachmittagsbetreuung bereits jetzt ein großes Echo hervor. »Das ist besser gelaufen, als ich in den kühnsten Träumen erwartet habe«, lobt Peter
Richrath, der Vorsitzende des Fördervereins, vor allem die motivierten und engagierten Betreuerinnen. Heinz Werthessen schließt sich der Meinung an: »Sowohl die Betreuer als auch die zu Betreuenden
sind hoch zufrieden. Selbst Kinder, bei denen kein Bedarf besteht, möchten an dieser Einrichtung teilnehmen«, erzählt der Rektor.
Eine Elternbefragung der Lehrer im Frühjahr hatte den Stein »Betreuende Grundschule« letztlich ins Rollen gebracht. Da die BGS anders als Ganztagsschulen nicht einem Genehmigungsverfahren durch das
Ministerium in Mainz unterstellt ist, konnte mit dem Förderverein die Umsetzung der Nachmittagsbetreuung realisiert werden. Richrath erinnert sich: »Wir sind wie die Jungfrau zum Kinde gekommen«,
musste sich der Förderverein doch kurzfristig entscheiden und entsprechende Maßnahmen in die Wege leiten. Während Land, Kreis und Verbandsgemeinde das Projekt finanziell unterstützen, galt es, in den
Sommerferien mit vielen freiwilligen Helfern den Klassenraum herzurichten. So wurden eine Küchenzeile installiert sowie Arbeitsmittel, Möbel und Spiele besorgt. Für die Betreuung der Kinder fanden
sich zehn Betreuerinnen, die an vier Tagen - von Montag bis Donnerstag von 12.30 Uhr bis 16 Uhr - im Einsatz sind.
Derzeit gehören 30 Kinder aller Schulklassen der in zwei Gruppen aufgeteilten BGS an. Ihr Nachmittagsprogramm ist reichhaltig. Mittagessen, Hausaufgabenaufsicht, Sport, AGs und Freizeitaktivitäten
stehen auf dem Stundenplan. Kosten: 30 Euro pro Kind im Monat plus 2,80 Euro täglich für das Mittagessen.
Hermann-Josef Romes, der Bürgermeister der VG Adenau, und die Leiterin des Kreis-Jugendamtes, Siglinde Hornbach-Beckers, wollen sich morgen ein Bild von der BGS machen, die anders als eine Ganztagsschule
keine Schulpflicht beinhaltet. Eben jene verpflichtende Nachmittagsbetreuung ist aber auch in der Antweiler Grundschule im Gespräch. Ihre Vorteile: kostenfreier Schülertransport, finanzielle
Unterstützung durch das Land. Auf dem Schulsektor bewegt sich was, sehr zur Freude beruftstätiger Eltern.
Text und Fotos: Sascha Bach für den „Wochenspiegel“ (3.9.2008)
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