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Den „Milchweg“ erwanderten…
DR. …am vergangenen Sonntag etliche Hundert Besucher. Die Erlebniswanderung der besonderen Art startete in Antweiler, im Garten der Alten Mühle des Müllermeisters Ewald
Gillig mit einem zünftigen Frühstück aus heimischen Produkten. Unter Beratung von Fachkräften waren gesunde Produkte aus der Region ausgesucht worden. Familie Gillig und ein fleißiges Helferteam
hatten ein appetitliches Buffet aufgetischt, Ernährungsberatung zum „Brunch vom Land“ gab es von Ernährungsberaterinnen des DLR Osteifel-Westerwald. Eine Mühlenbesichtigung verschaffte Einblicke
in das Innenleben der sehr gut erhaltenen Mühle, der erst vor etwa einem Jahr ein neues Mühlrad nach historischem Vorbild eine besondere Note verliehen hat. Im alten Kornspeicher der Mühle fanden und
finden Ausstellungen und Konzerte statt, der Saal ist vorzüglich für derartige Veranstaltungen geeignet, bietet eine angenehme Atmosphäre in nicht alltäglichem Ambiente. Für die Tage zwischen
Weihnachten und Neujahr ist nach dem großen Erfolg des Vorjahres erneut eine Konzertreihe mit namhaften Schaffenden der Musikszene vorgesehen.
Von der Mühle ging der Weg über den Fahrradweg nach Müsch, anschließend zum Waldhof von Familie Kettel an der Ortslage Hoffeld.
Eingeladen hatte der Arbeitskreis II des Standortmarketings. Landwirtschaft, Forsten, Natur und Landschaft sind die Themen, denen sich der Arbeitskreis seit Jahre widmet. Pia Streicher und Peter Richrath
hatten mit einem Organisationsteam die Veranstaltung gut vorbereitet. Uli Kaspers, Beigeordneter der Verbandsgemeinde Adenau, begleitete die Teilnehmer und vermittelte viele Informationen. Auch der
Vorsitzende des Kreisbauern- und Winzerverbandes Ahrweiler, Hans Boes, war unter den Teilnehmern.
Auf der Wanderroute gab es an mehreren Stellen Informationen zum Thema „Milch“, einem Lebensmittel, dessen gesundheitliche Vorzüge hinlänglich bekannt sind. Aufgelockert wurde das Ganze durch
Karikaturen, die Pia Streicher extra für diesen Tag angefertigt hatte, da gab es manches zum Schmunzeln…
Die Route führte weiter zum Hoffelder Basaltkopf, hier verwöhnte ein Blick auf den malerischen Basaltsee, der über einen guten Fischbesatz verfügt. Der See ist Landschaftsgestaltendes Produkt
des Basaltabbaus um Hoffeld und bietet heute eine malerische Kulisse für Einheimische und Wandergruppen. Der Anglerverein Hoffeld unter Leitung von Rudi Müller unterhält am See eine Hütte für die
Fischereiaktivitäten seiner Mitglieder. Der Angelverein hatte seine Vereinshütte geöffnet und hieß die Wanderer willkommen.
Im „Waldhof“ von Familie Kettel gab es dann wieder eine wohl verdiente Stärkung, Kaffee und Kuchen und natürlich regionale Milchprodukte. Für die Kinder lagen reichhaltige Wundertüten bereit, eine
nette Aufmerksamkeit der Organisatoren. Wie in der Alten Mühle waren die Tische apart mit Naturprodukten und Blumen geschmückt, ein kleiner Vorgriff auf das Erntedankfest zeichnete sich ab. Marlene
Birk-Schmitz von der Landfrauenvereinigung hatte sich hier mit eingebracht.
Am späten Nachmittag fand der Rücktransport zu den in Antweiler abgestellten Fahrzeugen statt, mit einem schnuckeligen rot-weißen Omnibus aus dem Baujahr 1959, liebevoll restauriert und betrieben von
Walter Hoffmann aus Nohn, der das 85 PS starke Gefährt mit 22 Sitzplätzen und Panoramadach selbst steuerte, auch zum Abschluss der Veranstaltung also noch ein attraktives Erlebnis mit hohem
Erinnerungswert, und zudem war man nach rechtschaffener Wanderung jetzt zu Recht dankbar für die angenehme Marscherleichterung.
„Eine spannende Veranstaltung, die Spaß gemacht hat und viel Wissenswertes um landwirtschaftliche Themen vermittelte“, das war einhelliger Tenor aller Teilnehmer, die den Organisatoren und den
Familien Gillig und Kettel gleichzeitig ein herzliches Dankeschön aussprachen. Ohne Landwirtschaft geht es nicht, die wirtschaftliche Bedeutung dieses Berufszweiges wird häufig unterschätzt, auch dies
war ein Ergebnis des Erlebnistages.
Text und Photos: Dreschers (12.9.08)
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