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âOsterkläppernâ
DR. In der Nacht von GrĂźndonnerstag auf Karfreitag verstummen die Glocken der Kirchen der christlichen Glaubensgemeinschaften. Erinnert wird an den drei heiligen Tagen an
das Leiden Jesu Christi, an seinen Tod am Kreuz. Brauchtumsgerecht wird das Läuten der Glocken in diesen Tagen durch Kinder und Jugendliche durch so genanntes âKläppernâ (es existieren ähnliche
Begriffe je nach Region) ersetzt. Der Brauch soll bereits seit Jahrhunderten bestehen.
Mit Ratschen oder Brettern, die gegeneinander schlagen, der Phantasie sind oftmals keine Grenzen gesetzt, ziehen die Kinder, manchmal von den Messdienern begleitet, dreimal täglich durch die Orte und
nehmen die Aufgabe wahr, die sonst dem Glockengeläut vorbehalten ist. Gelegentlich sind recht alte Gerätschaften im Einsatz, manchmal handelt es sich um kunstvoll gedrechselte, oft um kreative
Eigenbauten. Die rhythmischen Geräusche werden von lauten Rufen begleitet.
Der Volksmund sagt, die âGlocken seien nach Rom (Trier)â geflogen. In der Nacht auf den Ostersonntag kehren sie zurĂźck um im feierlichen Gottesdienst oder dem Hochamt mit dem âGloriaâ die frohe
Botschaft der Auferstehung des gekreuzigten Jesus Christus feierlich zu verkĂźnden. In den Passionstagen wird das Gloria nicht gesungen oder gebetet.
Die Kinder nehmen als Dank fĂźr ihren lautstarken Einsatz gerne Geld, Eier oder SĂźĂigkeiten in Empfang.
Text und Photo: Dreschers
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