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Ein „Regenbogen“ feiert Geburtstag!
DR. 25 Jahre alt ist er geworden, der Kindergarten Antweiler. Inzwischen nennt er sich Kindertagesstätte, dafür hat er aber den einprägsamen Namen „Regenbogen“ angenommen.
Mit einem ganztägigen Festtagsprogramm feierte man am vergangenen Sonntag, mit den Kindern und Eltern, mit Vertretern der Verwaltung und den Bürgermeistern des Zweckverbandes. Die Ortsgemeinden
Antweiler, Müsch, Dorsel, Fuchshofen, Aremberg und Eichenbach finden sich im Zweckverband wieder, Kinder aus diesen Orten werden seit der Gründung betreut. Der Kindergarten in Antweiler war der erste
kommunale in der Verbandsgemeinde Adenau. Bürgermeister und ehemalige Bürgermeister waren bei dem Fest anwesend. Für den Landkreis war Ingrid Näkel-Surges, 1. Kreisbeigeordnete des Landkreises Ahrweiler,
in Vertretung für Landrat Dr. Jürgen Pföhler Festgast, ebenso Hermann-Josef Romes, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Adenau.
Von einer höchst anspruchsvollen Aufgabe sprach der Bürgermeister der Verbandsgemeinde bezüglich der Kinderbetreuung. Einerseits sollen die Kleinen Kinder sein und andererseits auf die steigenden
Anforderungen des Lebens vorbereitet werden. Er zitierte den ehemaligen britischen Premierminister Sir Winston Churchill, der gesagt hat: „Es ist einfacher eine Nation zu regieren als vier Kinder zu
erziehen“. Pädagogisches Fachwissen und viel Liebe erfahren die derzeit 41 betreuten Kinder, die in zwei Gruppen, den „Mäusen“ und den „Elefanten“ eingeteilt sind. Die Erzieherinnen leisten Beachtliches
und Bemerkenswertes, wie anerkennend festgestellt wurde. Dafür gebühre ihnen Dank, allen voran der Leiterin der Einrichtung, Gisela Nett, die nahezu zeitgleich ihr persönliches 25-jähriges Dienstjubiläum
begehen konnte (wir berichteten).
Eine Ergänzung zum Elterhaus solle der Kindergarten sein, so Hermann-Josef Romes, aber kein Ersatz. Eine intensive und gute Zusammenarbeit mit den Erziehern sei unerlässlich, die Zielsetzung sei
schließlich gleich, nämlich den Kindern eine unbeschwerte und anregende Kindheit zu gewährleisten, ihnen gleichzeitig die Chance zu eröffnen all ihre Fähigkeiten und Anliegen zu entfalten und langsam
aber sicher in die Erwachsenenwelt hineinzuwachsen. Die Kinder im Kindergartenalter seien bereits kleine Persönlichkeiten, aber eben noch nicht selbständig. Hier setze die Erziehungsarbeit ein, indem den
Kindern Gelegenheit zum Lernen gegeben wird ihre Umwelt zu verstehen.
Kinder sind die Gesellschaft von morgen, deshalb sei es auch Aufgabe der Gesellschaft die Kinder auf das Leben vorzubereiten, indem Einrichtungen zur Betreuung und Erziehung geschaffen werden.
Dank sagte der Bürgermeister den Ortsbürgermeistern als Trägern des Zweckverbandes für das hohe Maß an Engagement und Verantwortungsgefühl, das sie jederzeit übernommen haben. Er anerkannte, daß man
bereits bei der Gründung mit viel Weitblick nach vorne geschaut habe. Vor dem Hintergrund eigener Wertvorstellungen, vor dem Hintergrund einer sich rasch ändernden Gesellschaft und auch angesichts des
Leistungsvermögens der Ortsgemeinden sei es nicht immer einfach gewesen die richtigen Entscheidungen zu treffen, aber es habe funktioniert. Dank sagte Hermann-Josef Romes auch der heutigen und den
ehemaligen Elternvertretungen für ihr beherztes Eintreten für die Einrichtung. So habe sich eine bewährte Zusammenarbeit mit dem Erzieherinnenteam und den kommunalen Trägern
ergeben.
Mit den besten Wünschen für die Zukunft und in der Zuversicht, daß der Kindergarten auch weiterhin ein Hort der Geborgenheit bleiben möge, sprach der Bürgermeister seine persönlichen und die Glückwünsche
der Verbandsgemeinde aus.
Herzliche Glückwünsche richtete neben der Kreisbeigeordneten Ingrid Näkel-Surges auch der Rektor der Margaretha-von Arenberg-Grundschule, Heinz Werthessen, aus. Geschenke und Zuwendungen wurden überreicht.
Die Leiterin des „Regenbogen“, Gisela Nett, ging in ihrem Beitrag auf eine Betrachtung eines Regenbogens ein, an dessen Ende man einen Schatz finde: „Der Kindergarten ist unser Schatz, und das
Kindergartengebäude unsere Schatztruhe!“.
Sie dankte dem Land, dem Kreis, dem kommunalen Träger für die Sicherung dieses Schatzes. Sie verglich die Erzieherinnen mit den Schlüsseln zum Öffnen einer Schatztruhe. Die Erzieherinnen gäben den
Reichtum an Förderung, Bildung, Erfahrung, Liebe und Zuwendung an die Kinder weiter. Die Schatztruhe sei zudem gefüllt mit Spiel und Spaß, mit Spannung und ganz viel Freude.
Es sei nicht immer einfach einen Kindergarten zu leiten, die enorme Herausforderung sei durchaus nicht immer sonnig. Und gleichwohl seien ihr die Leitung des Kindergartens und der pädagogische
Auftrag eine Herzensangelegenheit. Genau 398 Kinder haben bislang die Einrichtung besucht, dies hatte man ermittelt. Inzwischen ist man zum System einer Ganztagesbetreuung übergegangen, auch
Kleinstkinder unter drei Jahren werden aufgenommen.
Einen ganz herzlichen Dank richtete Gisela Nett an ihr Erzieherinnenteam, das immer bereit gewesen war die Herausforderungen anzunehmen und bestens umzusetzen. Sie zitierte den Philosophen Jean-Jacques
Rousseau: „Kindererziehung ist ein Beruf, wo man Zeit zu verlieren verstehen muss, um Zeit zu gewinnen“.
Die Kinder hatten mit ihren Erzieherinnen Spielszenen und Tänze einstudiert, erfreuten in lustiger Verkleidung mit sehenswerten Darbietungen und gaben dem Fest ihrerseits einen „regenbogen“-farbigen
Anstrich. Leckere Kuchen und gute Verpflegung gab es, man feierte bis zum späten Nachmittag; allen, die zum Gelingen des Geburtstagsfestes beigetragen hatten, galt herzlicher Dank. Und letztlich
war auch das Fest selbst ein schöner Dank an alle!
Text und Photos: Dreschers (26.9.08)
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