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Ritterfest auf Burg Arenberg
Hört, Hört, Hört!! Es wird bekannt gegeben dass der Kindergarten Regenbogen in Antweiler ein Ritterfest an der Burg zu Arenberg einberaumt hatte. Dafür war Samstag der 17. Mai ausgesucht worden.
Der Hausherr von Aremberg (Ortsbürgermeister Alois Schneider) hatte dies gestattet.
Ab zwölf Uhr versammelte man sich am Fuße der Burg und lud die Wegzehrung und Wanderpakete auf einen PS- Karren, um den weiten beschwerlichen Weg zur Burgbelagerung antreten zu können.
Beinahe hätte ein Karren nicht gereicht, wenn nicht starke Ritter und Edelfrauen ihr Hab und Gut selbst getragen hätten. Nach Eintreffen und Belagerung des Burghofes sorgten zunächst die Knechte und
Ritter für Glut, Feuer und viel Geplänkel. Die Mägde und Burgfräuleins richteten die Tafel her. Während die „Großen Burgleute“ sich ihrer zünftigen Arbeit hingaben, schützten die „Kleinen
Ritter und Burgfräuleins“ die Burg vor weiteren Wegelagerern. Wer Hunger nach dem Fleische verspürte packte kurzerhand sein Bündel von erlegtem Fleisch aus und briet es auf traditionelle Weise auf
dem Feuer. Nach dem köstlich Mahl wurden dann die Ritterspiele ausgetragen. Es gab den standhaften Ritter, Tauziehen, Katapult Wettschießen, Burgenquiz, Pferderennen und den Fahnendieb.
Gegen Kräfteverluste nahm man dann immer wieder eine Stärkung von der hochherrschaftlichen Tafel und dem Getränkelager ein. Die Anzahl der Getränke trug man in eine List und bezahlte später auf
Heller und Pfennig seine Zech.
Ein jeder bekam Einlass in den Burgturm gewährt und konnte eine Führung durch den Hausherren Alois Schneider und seinem Burgführer Herrmann Kropp aus Lommersdorf viel Interessantes erfahren. Die
Aussicht vom höchsten Punkt des Turmes aus ließ erkennen ob sich noch weiterer Besuch ankündigte. War aber nicht. Ansonsten vorzüglicher Ausblick.
Vor Verlassen der Burg ehrte man die Leistungen der tapferen Ritter und Burgfräuleins mit einer Siegerehrung und Medaillenübergabe. Ein jeder sorgte für seine mitgebrachte Wegzehrung und bündelte sein
Gepäck um damit die Daheimgebliebenen noch zu sättigen. Ein gegenseitiger Dank der Gäste und auch des Hausherrn der Burg Arenberg beendete das Fest und so konnte die Burg wieder in ihren
Dornröschenschlaf sinken.
Text und Foto: Gisela Nett
Zeitungsartikel Adenauer Nachrichten und Wochenspiegel
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