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Wandern markiert den Trend im regionalen Tourismus
Die Förderung und Verbesserung eines nachhaltigen Wandertourismus wird im Rahmen einer „Qualitätsoffensive Wandern“ angestrebt. Dies war eines der Ergebnisse der Jahresversammlung des
Tourismusverein Hocheifel-Nürburgring e.V. am 22. Februar im Restaurant des „badenova“, dem „Leuchtturm“.
In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Wanderverband und dem Deutschen Tourismusverband sind Qualitätsgrundlagen hierfür geschaffen. So wird etwa ein Prädikat „Premium-Wanderweg“ vergeben, hier sind
einige Selbstverpflichtungen zu beachten um mit der Auszeichnung in die touristische Vermarktung von Wandererlebnissen einzusteigen.
Insbesondere wird für einen Qualitätsweg mit dem Prädikat der Anspruch gestellt das Gleichgewicht zwischen Ökonomie, Ökologie und den sozialen Belangen der Gesellschaft im Sinne einer nachhaltigen
Tourismusentwicklung herzustellen. Die Abstimmung mit Ortsgemeinden, mit Eigentümern, Behörden, den Wandervereinen und weiteren in die Tourismusförderung Einbezogenen zählt hierzu. Der Zustand der
Wege, seine Markierungen, die umgebenden Infrastruktureinrichtungen werden gewertet.
Die Zertifizierung als „Premiumwanderweg“ ist freiwilliger Art, sie bietet dem Wandertouristen eine nützliche Orientierungshilfe bei seiner Reiseplanung. Durch die zur Erlangung des Zertifikats
vorgeschobene Qualitätssteigerung wird eine zusätzliche beachtliche Vermarktungschance gegeben.
Kriterien vielfältiger Art sind zu erfüllen. Für Abschnitte von jeweils 4 km der Gesamtroute sind 11 von 23 Kriterien zu erfüllen, diese beziehen sich auf das Wegeformat, das Wanderleitsystem, Natur
und Landschaft, Kultur und Zivilisationseinfluß.
So genießen etwa naturnahe Wege eine höhere Einstufung als betonierte, soll das Leitsystem fehlerfrei und lückenlos sein, kommen naturnahe Gewässer, Biotope, Streuobstwiesen in den Genuß einer
positiven Bewertung. Lokale Sehenswürdigkeiten tragen gleichfalls zu einer positiven Wertung bei.
Walter Schmitz aus Quiddelbach hat mit seiner Ehefrau Waltraud die Aufgabe eines Wegesondierers übernommen. Er erläuterte bildunterstützt den geplanten Verlauf des Ahr-Steiges, der als West-Ost-Achse
die Kultur- und Landschaftsräume Eifel, Ahr und Rhein verbindet. Auf einer Länge von über 26 km wird der Ahr-Steig auch durch die Verbandsgemeinde Adenau queren. In Höhe der Gemarkung Aremberg wird
der Weg aus Nordrhein-Westfalen übernommen. Er wird über Eichenbach, Winnerath, Schuld und Insul nach Sierscheid führen. Die Schlossruine Aremberg, Höhenwege und Felsformationen bei Schuld mit ihren
geologischen Besonderheiten, die römische Siedlung und die Dümpel-Hard als Aussichtsberg werden berührt. Die Streckenführung verspricht interessante Wandererlebnisse um Landschaft und Kultur. Aus der
Gemeinde Antweiler wurde der Wunsch geäußert gleichfalls in die Route eingebunden zu werden, es gäbe schließlich ausreichend touristische Attraktionen wie die Alte Mühle und mehr, Gespräche werden
die Machbarkeit einer Anbindung prüfen.
Im Gespräch ist ein weiteres Wegekonzept, das die Anbindung von Müllenbach, Hoffeld, Müsch und Antweiler beinhaltet.
Als Empfehlung nannte Familie Schmitz, die ihre Aufgabe ehrenamtlich versieht, die stärkere Nutzung der wandertouristischen Möglichkeiten in der Verbandsgemeinde Adenau. Eine Überarbeitung des
Wanderwegenetzes in der Verbandsgemeinde unter Mitwirkung aller am Tourismus Beteiligten sollte nachhaltig als Qualitätsoffensive angegangen werden.
Christiane Hicking vom Planungsbüro Hicking erläuterte in ihrem Vortrag ein Konzept, das die Einheitlichkeit der Beschilderung von zertifizierten Wanderwegen zum Ziel hat. Eine rasche Einführung der
einheitlichen Beschilderung wird angestrebt, in wenigen Jahren sei diese ohnehin Standard.
Text und Photo: Dreschers
Christiane Hicking präsentiert eine Beschilderung für die Wanderwege
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