|
Gerd Bleuel, Antweiler, spendet 2.000 € an Lichtbrücke
DR. Gerd Bleuel aus Antweiler hatte kürzlich anlässlich seines 70. Geburtstages um Spenden zugunsten der „Lichtbrücke“ statt persönlicher Geschenke gebeten. Und die Gäste zeigten sich recht angetan von der
Idee, eine stolze Summe von 2.000,- € (vom Geburtstagskind aufgerundet), war das stolze Ergebnis! Gerd Bleuel dankt allen herzlich, die seinem Wunsch entsprochen haben und hierdurch die hohe Spendensumme
ermöglicht haben!
Mit Freude übergab Gerd Bleuel am Sylvestertag den Betrag an Ex-Stadtbürgermeister Bernd Schiffarth aus Adenau, Ansprechpartner für die humanitäre Hilfsorganisation „Lichtbrücke“. Das Geld wird einem
Augenhospital in Sonargaon/Bangladesch zur Verfügung gestellt, dort ist in dem von der „Lichtbrücke“ aufgebauten Augenhospital eine zusätzliche Abteilung zur Behandlung von Augenkrankheiten bei Kindern
eingerichtet worden. Insbesondere wird vielen Kindern geholfen, die am „grauen Star“ erkrankt sind. Der Betrag kommt in vollem Umfang der medizinischen Betreuung der Kinder zugute. Die medizinische Infrastruktur
in Bangladesch ist nach wie vor unterentwickelt, die mit Hilfe der „Lichtbrücke“ aufgebauten und unterhaltenen Krankenhäuser sind deshalb besonders wertvoll und werden von der Bevölkerung auch sehr geschätzt.
Bernd Schiffarth sprach seinen herzlichen Dank für die großzügige Spende aus, sprach über die sozialen Rahmenbedingungen vor Ort in Bangladesch. Regelmäßig überzeugt er sich durch Inspektionsreisen auf eigene
Kosten vor Ort, daß eingehende Spendengelder den sozialen Anliegen der Hilfsorganisation entsprechend sachgerecht eingesetzt werden.
Die überkonfessionell und überparteilich ausgerichtete Hilfsorganisation, 1983 in Engelskirchen gegründet, ist als gemeinnützig anerkannt und hat das DZI-Prüfsiegel (Deutsches Sozial-Institut für soziale
Fragen) erhalten. Entwicklungszusammenarbeit und soziale Gerechtigkeit sind Anliegen des gemeinnützigen Vereins, der sich um Projekte im Bereich Gesundheit, Bildung und Armutsbekämpfung kümmert.
Die „Lichtbrücke“ versteht ihre Aufgabe darin, den Menschen soweit aus der Not zu helfen, dass sie ein menschenwürdiges Leben führen können, durch nachhaltige Hilfe zur Selbsthilfe trotz bedrückender Armut.
Gleichzeitig zu dem aktiven Hilfsgedanken möchte die Organisation das soziale Bewusstsein für die ungleiche Verteilung der Güter auf der Erde wecken, möchte darauf hinweisen, dass diese nicht tatenlos
hingenommen werden muss.
Ein Schwerpunkt der segensreichen Tätigkeit der „Lichtbrücke“ bezieht sich auf den Staat Bangladesch, immer wieder wird das Land von verheerenden Naturkatastrophen getroffen, mit schlimmsten Auswirkungen für
die Menschen. Überflutungen und Orkane vernichten die geringe Habe der Menschen, rauben ihnen buchstäblich das Dach über dem Kopf, beeinträchtigen die ohnedies nur schwach ausgeprägte Infrastruktur in dem
Entwicklungsland. Zurück bleiben Hunger, Mangel an Trinkwasser, ein unvorstellbares Elend – und zerbrochene Hoffnungen!
Für Wasserfilter zur Reinigung des mit Arsen verseuchten Trinkwassers in Bangladesch werden seit Jahren Gelder überwiesen. Durch die Filter wird der auch tödlich verlaufenden Krankheit Arsenicose, die äußerlich
dem Erscheinungsbild der Lepra ähnelt, wirksam begegnet, für rund 30,- € kann ein „Sono-Filter“ helfen, Menschenleben zu retten! Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) dürfte es sich bei den
Arsenvergiftungen im Trinkwasser um die größte Massenvergiftung auf der Erde handeln.
In der Großstadt Khulna wird durch ein unterstütztes Ausbildungszentrum mit angeschlossener Gesundheitsstation rund 250 Menschen aus ärmsten Schichten eine handwerkliche Ausbildung ermöglicht. Durch die
Ausbildung und die Bereitstellung von Kleinkrediten wird diesen Menschen eine weitgehend selbst bestimmte Arbeit ermöglicht, können sie die Existenz ihrer Familien sichern. Besondere Bedeutung kommt in Khulna auch
der Gesundheitsstation zu, hier werden z.B. Impfungen durchgeführt, wird eine medizinische Erstversorgung ermöglicht. Die Verbesserung der wirtschaftlichen, sozialen und medizinischen Verhältnisse ist ein
elementares Anliegen, dem sich die „Lichtbrücke“ widmet.
Der Name „Lichtbrücke“ hat symbolischen Charakter, es soll ausgedrückt werden, dass Licht in das Dunkel der ärmsten Menschen geschickt wird. Nicht am Leiden der Armen vorbeischauen, sondern sich aktiv für die
Rechte der Armen einsetzen, durch Ideenreichtum und Tatkraft, nach dieser Devise hat die „Lichtbrücke“ in den letzten Jahren viel Gutes bewirkt, auch eine gewisse Nachhaltigkeit der Hilfsbemühungen erreicht.
Die „Lichtbrücke e.V.“ wird von einem ehrenamtlich tätigen sechsköpfigen Vorstand und einem ebenfalls ehrenamtlich tätigen Beirat geleitet. Zahlreiche Mitarbeiter und Helfer unterstützen vor Ort das Anliegen
der Lichtbrücke durch Aktionen. Partnerschaftsgruppen, Schulen, Vereine und andere Gruppen helfen auch in Adenau und Umgebung ehrenamtlich mit, die Not der Ärmsten zu lindern. Gelegentlich verzichten Firmen auf
Betriebsfeiern oder Weihnachtsfeiern um stattdessen Hilfe weiterleiten zu können.
Durch Hilfe für gezielte Maßnahmen das Schlimmste ein wenig in den Griff zu bekommen, den Menschen einen Hoffnungsschimmer für die Zukunft zu geben, dieses Anliegen verfolgt die „Lichtbrücke“ nunmehr seit
Jahren. Deshalb ist jeder Beitrag willkommen, der hilfreich in die Projekte investiert werden kann. Viele Bürger und Bürgerinnen bitten etwa darum statt Geschenken bei persönlichen Anlässen Geldspenden für die
„Lichtbrücke“ zu überweisen. Der ordnungsgemäße Umgang mit dem Geld wird immer wieder kontrolliert, die „Lichtbrücke“ arbeitet besonders effizient, ohne aufgeblähte Verwaltungskosten!
Steuerabzugsberechtigte Spenden sind möglich auf Konto 103 030 3 bei der Kreissparkasse Ahrweiler (BLZ 577 513 10) oder Konto 609 400 100 bei der Volksbank RheinAhrEifel eG (BLZ 577 615 91). Spendenquittungen werden
auf Wunsch erstellt.
Text und Photo: Dreschers
(9.1.10)
|