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„Alles ist Gnade“ – Pfarrer Heinrich Ant feierte 25-jährige Priesterweihe
DR. Mit einem Festprogramm beging die Pfarreiengemeinschaft das 25-jährige Priesterjubiläum von Pfarrer Heinrich Ant. Der Geistliche hatte zu seinem Ehrentag eingeladen, und mehrere Hundert Gäste kamen
zur Gratulation des beliebten Pfarrers. „Wer kütt, der kütt“, hieß es mundartlich in der Einladung, und so geschah es. Das Festhochamt in der Barweiler Pfarr- und Wallfahrtskirche war bis auf den
letzten Platz besucht, ebenso die anschließende Feier zur Begegnung und zum persönlichen Gespräch mit dem Jubilar. Nicht nur der Gemeindesaal, sondern auch der benachbarte Pfarrsaal war übervoll,
für ältere Mitbürger war ein Fahrdienst zur Messfeier eingerichtet.
Das silberne Priesterjubiläum zelebrierte Heinrich Ant gemeinsam mit Weihbischof Dr. Alfred Kleinermeilert, gebürtig aus Müsch, und dem Abt der Benediktinerabtei Maria Laach, Benedikt Müntnich, mit
dem Pfarrer Ant eine langjährige Freundschaft verbindet. Auch Berthold Zimmer, Ehrendomkapitular und Subregens, nahm teil, ebenso Subregens Berthold Schäfer, Pfarrer i.R. Peter Blecker, ehemals Dechant
im Dekanat Adenau, auch Domvikar Pfarrer Dr. Martin Lörsch vom Generalvikariat Trier. Aus Frankreich war Pfarrer Vinzenz Siret angereist, er ist stellvertretender Generalmoderator der SJMV in Ars/F.
Pfarrer Thomas Horsch war mit dabei, Generalmoderator der SJMV in Deutschland. Aus den Niederlanden war Pfarrer Antonius Sohler aus der Gemeinschaft der Familie Mariens, Amsterdam, zur Feier gekommen.
Franziskanerpater Gereon Kübel, Jünkerath, und Pfarrer i.R. Laux, Adenau, komplettierten den Kreis der Geistlichen am Altar. Für die Verbandsgemeinde Adenau nahm Bürgermeister Hermann-Josef Romes an
der Feiert teil, für die pfarreiangehörigen Ortsgemeinden deren Ortsbürgermeister und Gemeinderatsmitglieder.
Pfarrer Ant begrüßte die Gläubigen, seine Familie, Verwandte und Freunde. Er äußerte seinen Dank für die Gnade das 25-jährige Priesterjubiläum feiern zu dürfen. Sein Dank galt gleich zu Beginn
dem Kirchenchor „Cäcilia“ Barweiler, der unter Leitung von Rolf Gast das Dankhochamt musikalisch gestaltete, ebenso den „Hoffelder Bergmusikanten“, die von der Orgelempore aus Musik zum Hochamt
beisteuerten. Im weiteren Verlauf der anschließenden Feier traten auch die „Limbachtaler Musikanten“ unter Leitung von Hans Pohl sowie Kirchenchöre und Gesangvereine aus den fünf Pfarreien auf.
Die Liturgie kennt nicht das Lob des Menschen, sondern nur das Lob Gottes, sprach Abt Benedikt Müntnich später, wandte sich der Bedeutung des Priestertums zu, ging auf den Begriff „Mann Gottes“ ein,
den er persönlich für den Priesterbegriff für sehr geeignet hält. Der Priester helfe den Menschen bei der Suche und dem Finden nach Gott, so der Abt, der sich auch mit dem Begriff der Demut
beschäftigte. Die Menschen seien schwach, durch die Macht Gottes würden sie gestärkt.
Pfarrer Ant wurde nach dem Theologiestudium in Münster und Trier am 11. Februar 1984 im Hohen Dom zu Trier geweiht, vom damaligen Bischof Dr. Hermann-Josef Spital. „Alles ist Gnade“ wählte Heinrich
Ant damals als seinen Primizspruch, die Worte entstammen dem „Tagebuch eines Landpfarrers“ von Georges Bernanos. Die Gnade Gottes in Höhen und Tiefen seines Wirkens erfahren zu dürfen, habe den
Jubilar innerlich stark gemacht. Einen Herzenswunsch äußerte der Jubilar dahingehend, daß er einmal die Priesterweihe eines seiner Messdiener erleben dürfe.
Pfarrer Heinrich Ant ist nach anfänglichem Wirken in Neuss und im Saarland seit 1992 in den Pfarreien Barweiler und Kirmutscheid Priester, die Pfarreien Antweiler, Aremberg und Dorsel kamen seit dem
Jahre 2003 dazu. Die fünf Pfarreien nehmen flächenmäßig einen bedeutenden Raum ein. Fünf Pfarrkirchen sind zu betreuen, die Seelsorge erstreckt sich auf die Pfarreiangehörigen der Kirchen St.
Sebastianus in Dorsel, St. Nikolaus in Aremberg, St. Wendalinus in Kirmutscheid, St. Gertrud in Barweiler und St. Maximin in Antweiler. Eine „sechste Pfarrgemeinde“ nannte Heinrich Ant die
Wallfahrtskirche, die jährlich zu Ehren der Muttergottes von mehreren tausend Wallfahrern besucht wird.
Dank und Vertrauen wurde dem Jubilar ausgesprochen, Geschenke überreicht, ein abwechslungsreiches Festprogramm zusammengestellt, das Ansprachen, Musik und saisongerecht auch Karnevalistisches enthielt.
Die Pfarrgemeinderäte, Verwaltungsräte, der Pfarreienrat der fünf Gemeinden und die Gemeindemitglieder sind froh und dankbar einen Priester zu haben, der Pastor („Hirte“) ist, sich intensiv um die
Anliegen seiner Pfarreiangehörigen kümmert, mit Leib und Seele. „Das Priestertum ist die Liebe des Herzens Jesu“, diesem Leitwort des hl. Pfarrers von Ars fühlt Heinrich Ant sich verpflichtet.
Seine geistige Heimat sieht der Jubilar in der Priestergemeinschaft um den Pfarrer von Ars. Er dankte allen, die ihm ein schönes Jubiläum bereitet haben von ganzem Herzen, äußerte den Wunsch
weiterhin in seinen Pfarreien wirken zu dürfen. Er dankte Gott dafür, daß dieser ihn in seinem Auftrag zu den Menschen gesandt habe, ihm die Kraft zur Ausübung seines Amtes verliehen habe.
Für die Pfarrgemeinderäte sprach Josef Neunzig, Antweiler, dem Jubilar tief empfundenen Dank aus, auch eine Schwester des Pfarrers gratulierte im Namen der ganzen Familie herzlich. Sie erinnerte sich,
daß schon in frühen Jahren die Berufung zum späteren Priester in manchen Dingen erkennbar war. Bis zum Abend dauerten die Feiern, die nach leckeren kulinarischen Speisen, von Vereinen und der
Frauengemeinschaft zubereitet, mit einem Vespergottesdienst zu Ende gingen.
Text und Photos: Dreschers
Bildunterschriften:
Weihbischof i.R. Dr. Alfred Kleinermeilert, Jubilar Pfarrer Heinrich Ant und Abt Benedikt Müntnich, Abtei Maria Laach
Mehrere Geistliche zelebrierten das Festhochamt mit Pfarrer Heinrich Ant (5. v. re.)
Für den Pfarrgemeinderat sprach Josef Neunzig
Festhochamt anlässlich des Jubiläums von Pfarrer Ant
(15.2.09)
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