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Grundschulkinder feiern den Sieg beim Zukunftspreis Heimat
Antweiler – Am 25. Mai 2011 freuten sich die Kinder der Margaretha-von-Arenberg Grundschule in Antweiler: bei Limonade und Kuchen feierten sie den Sieg beim dritten Zukunftspreis der Volksbank
RheinAhrEifel. Der Förderverein gewann mit seinem Projekt „Betreuende Grundschule“ (BGS) im vergangenen Jahr den Ideen- und Innovationswettbewerb der Regionalbank. Im Rahmen der festlichen
Preisverleihung mit Ministerpräsident Kurt Beck am 2. Februar war es aus zeitlichen Gründen nicht realisierbar, dass die Kinder der BGS die Früchte ihrer Arbeit angemessen präsentieren konnten.
Kurzerhand wurde die Feier nachgeholt und damit den Kindern der BGS ermöglicht, am Preis teilzuhaben.
Neben den Vertretern des Fördervereins und den ehrenamtlich tätigen Betreuerinnen, den Vorständen der Volksbank, Elmar Schmitz und Rudolf Schmitz, Schulleiter Heinz Werthessen und den Lehrern ließen
es sich auch einige Besucher nicht nehmen, gemeinsam mit den rund 30 Kindern ein kleines Frühlingsfest zu feiern und mehr über die Initiative zu erfahren. Zu ihnen zählten Herbert Freis vom
Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz, Landrat Dr. Jürgen Pföhler, Verbandsbürgermeister Hermann-Josef Romes und Ortsbürgermeister Egon Honerbach.
Kleine Musiker der BGS-Bläsergruppe sorgten für das musikalische Rahmenprogramm und präsentierten das während der BGS Erlernte.
„Ich konnte mich heute persönlich vom musikalischen Können der kleinen Blechbläser überzeugen“, lobte Elmar Schmitz die Bläser AG, die von den Limbachtaler Musikanten unter der Leitung des
Musiklehrers Rolf Gast betreut wird und sich mittlerweile zu einem kleinen Orchester entwickelt hat. Auch die anderen Kinder zeigten stolz die Ergebnisse der unterschiedlichen Angebote im sportlichen,
gesellschaftlichen, künstlerischen und kulturellen Bereich. Die BGS arbeitet zusammen mit dem Forstamt Adenau/Daun, das Arbeitsgemeinschaften der Rucksackschule im Bereich der Natur- und Umwelterziehung
anbietet, den Landfrauen im Kreis Ahrweiler, die Ernährungskurse und Kochen für Kinder organisieren und den beiden Sportvereinen SV Barweiler und Oberahrtaler Sportfreunde, die verschiedene Sport AG´s
im Programm haben. Als Dankeschön für das Frühlingsfest und den ersten Platz beim Zukunftspreis ließen die Grundschüler viele bunte Luftballons steigen.
Die BGS wird ehrenamtlich von der Elterninitiative des Fördervereins umgesetzt. Sie organisiert die Betreuung ihrer Kinder auch nach Schulschluss. Die Schülerinnen und Schüler bekommen ein Mittagessen,
werden während der Hausaufgaben betreut und können viele verschiedene Angebote nutzen. Mit Schuljahresbeginn 2008/2009 wurde die BGS eingerichtet. Viele freiwillige Helfer renovierten in den
Sommerferien einen Klassenraum, in Eigenleistung bauten Sie eine Küchenzeile für das Mittagessen und besorgten die ersten Möbel, Spiele und Arbeitsmittel. Für die Betreuung konnten zehn Betreuerinnen
eingestellt werden, die an fünf Tagen in der Woche nach der Schule für die Kinder sorgen.
„In der Gemeinschaft des Fördervereins, der Eltern, Betreuerinnen, der Schulleitung, der Verwaltung der Verbandsgemeinde Adenau, dem Kreis Ahrweiler, insbesondere des Jugendamtes und natürlich aller
Kindern konnten wir unsere Betreuende Grundschule umsetzen. Nachdem wir nach den Sommerferien 2008 mit 23 Schülern an den Start gegangen sind, werden mittlerweile mehr als 30 Kinder nachmittags betreut
– für unsere kleine Schule ein sensationeller Erfolg! Unser Ziel war es, die Kinder nicht nur am Nachmittag „zu verwahren oder zu verschulen“, sondern für und mit den Schülern ein
abwechslungsreiches Programm zu gestalten – dies ist uns in vielen Bereichen gelungen“, sagte Peter Richrath, Vorsitzender des Fördervereins der BGS.
„Die Eltern der Grundschulkinder haben es vorbildlich organisiert, dass sie ihre Sprösslinge auch nach Schulschluss betreuen können. Die Elterninitiative hat innerhalb kürzester Zeit Großartiges auf
die Beine gestellt. Damit leistet sie einen wertvollen Beitrag dazu, dass die Region gerade für junge Familien an Attraktivität gewinnt. Junge Familien wünschen sich flexible Betreuungsmöglichkeiten
für ihre Kinder, um den schwierigen Spagat zwischen Berufstätigkeit und Elterndasein hinzubekommen. Die Elterninitiative hat eine negative Entwicklung ländlicher Gebiete aufgegriffen – nämlich die
Abwanderung junger Menschen in die Ballungsräume und Großstädte – und dieser mit ihrem Projekt den Kampf angesagt: Ein richtiger und wichtiger Schritt in die Richtung, Familien mit Kindern das
Wohnen in der Region schmackhaft zu machen und Neuansiedlungen zu erleichtern“, zeigte sich Elmar Schmitz begeistert.
Pressemeldung der Voba-RheinAhrEifel
(3.6.11)
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